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Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

Fakt 1: Vorzeitiger Ruhestand ist kein Einzelfall
Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland können aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr arbeiten. Jeder vierte Arbeitnehmer muss vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden.

Fakt 2: Keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente für junge Menschen
Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, erhält aus der gesetzlichen Rentenversicherung keine Rente bei Berufsunfähigkeit mehr, sondern nur noch eine Erwerbsminderungsrente.
Der Unterschied: Die Ausbildung und die bisher ausgeübten Tätigkeiten spielen keine Rolle mehr. Der Beruf wird nicht mehr berücksichtigt. Junge Menschen werden auf das komplette Angebot des Arbeitsmarkts verwiesen.

Fakt 3: Gekürzte Berufsunfähigkeitsrente für ältere Arbeitnehmer
Auch wer vor dem 2.1.1961 geboren ist, sollte sich nicht auf die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente verlassen: Die Höhe der Leistungen entspricht nach der jüngsten Kürzung nur noch der halben Erwerbsminderungsrente.

Fakt 4: Teilzeitjobs müssen angenommen werden
Wer (theoretisch) noch mindestens 6 Stunden pro Tag arbeiten kann, gilt nicht als erwerbsgemindert und bekommt keine Rente. Wenn die Gesundheit noch eine tägliche Arbeitszeit zwischen 3 und 6 Stunden zulässt, erhält man nur die halbe Erwerbsminderungsrente.

Tägliche zumutbare Arbeitszeit
mehr als 6 Stunden - keine Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung
3 - 6 Stunden - halbe Erwerbsminderungsrente
0 - 3 Stunden - volle Erwerbsminderungsrente

Fakt 5: Kein gesetzlicher Schutz für Berufsanfänger
Angestellte müssen mindestens 5 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, um überhaupt Leistungen aus der gesetzlichen Rente zu erhalten. Berufsanfänger verlieren damit bei Unfall oder Krankheit in der Regel die Existenzgrundlage.

Fakt 6: Die gesetzliche Absicherung allein ist zu gering
Vermutlich haben Sie schon damit gerechnet, dass die gesetzlichen Rentenzahlungen nicht das bisherige Einkommen ersetzen können. Wie groß der Unterschied jedoch ist, machen sich viele Arbeitnehmer nicht klar. Einige Beispiele: